Gutsgarten Barendorf bei Lüneburg

  

Der ehemalige Gutsgarten von Barendorf wurde 1921 durch die Hamburger Landschaftsarchitekten Schnackenberg & Siebold für die Gutsbesitzerfamilie Bockelmann im Reformgartenstil errichtet. Aufgrund ihres weitgehend guten Erhaltungsgrades und einer bemerkenswerten bauzeitlichen Teichanlage zählt das in Privatbesitz befindliche Anwesen zu den herausragenden Beispielen der Reformgartenkunst im norddeutschen Raum.

Der Pflege- und Entwicklungsplan wurde im Jahr 2018 erstellt und sieht umfangreiche Sanierungsmaßnahmen der denkmalgeschützten Anlage vor.

Freiflächensystem Hamburg-Dulsberg

    

Die Arbeit umfasst die historischen Recherche und Darstellung der Freiflächengenese sowohl aller öffentlichen Freiflächen (Parks, Plätze, Schulhöfe, Spiel- und Sportplätze) als auch öffentlich zugänglicher Freiflächen in Privatbesitz (Kirchplätze, private Quartierplätze) auf dem Dulsberg,  sowie die Kartierung freiflächenhistorisch relevanter Strukturen auch auf nicht denkmalgeschützten Flächen. Die Untersuchung zum Zweck zukünftiger Pflege- und Entwicklungsstrategien wurde vom Bezirksamt Hamburg-Nord, Fachabteilung Stadtgrün beauftragt und im Jahr 2017 erstellt.

Gasthausgarten Randel in Hamburg-Poppenbüttel

  

Das heutige, seit 1900 bestehende Restaurant Randel in Hamburg-Poppenbüttel geht auf einen 1840 errichteten Vorgängerbau zurück, der 1899 abbrannte. Der besondere Wert des zugehörigen Gasthausgartens besteht in einer Vielzahl intensiv gestalteter Teilräume, die durch die Besitzer immer wieder den jeweiligen Bedürfnissen und Moden angepasst wurden. Eine zu kandelaberförmig geschnittene Lindenallee, ein „Kinderbrunnen“ zwei Teiche und zahlreiche Feldsteinmauern gehören zu den Spezifika dieses überregional bedeutenden Gartenkunstwerks. Der Pflege- und Entwicklungsplan wurde im Jahr 2018 im Auftrag des Besitzers erstellt.

Anzuchtgarten Hamburger Stadtpark

   

Der städtische Anzuchtgarten in Hamburg-Winterhude wurde um 1914 auf einer Restfläche zwischen Bahndamm und Goldbekkanal eingerichtet, um den im selben Jahr eröffneten Stadtpark mit Blumen und Stauden zu versorgen. In der Zeit seiner größten Ausdehnung verfügte der Anzuchtgarten über etwa 6,3 Hektar Fläche. Er ist als Teil des Ensembles Hamburger Stadtpark in der Liste Hamburger Denkmale verzeichnet. Im Auftrag des Bezirksamtes Hamburg-Nord, Fachabteilung Stadtgrün, wird die kulturhistorische Bedeutung der Anlage als Grundlage zukünftiger Pflege- und Entwicklungen bewertet. Dazu gehört auch der Versuch einer historischen Einordnung zur Bedeutung von Anzuchtgärten im Kontext der Volksparkbewegung in Hamburg und Berlin.

Villengarten Hanssen in Neumünster

  

Die Industriellen Johannes und Heinrich Hanssen ließen sich 1895 zwei direkt benachbarte Villen im Neo-Renaissance-Stil errichten. Aus dem Jahr 1915 ist ein Vorgartenentwurf für eine der beiden Villen von Harry Maaß überkommen, der auch umgesetzt wurde. Im Auftrag der derzeitigen Besitzer wurde für eine der Villen eine an die Maaß’sche Planung angelehnte Sanierung des Vorgartens entwickelt, während der rückwärtige Bereich einen aus historischen Luftbildern rekonstruierten weiteren Ziergarten und einen anschließenden landschaftlichen Garten vorsieht.

Schlossgarten Heiligenstedten

„Schloss“ Heiligenstedten  bei Itzehoe ist der Mittelpunkt eines früheren Adelshofs, dessen Kernbau im Jahr 1769 errichtet wurde. Auf einer Insel an einer Störsschleife gelegen, umgibt das Gutshaus ein Landschaftspark, der nach einer Deicherweiterung zu einem großen Teil verwildert ist.  Die im Jahr 2016 vom Eigentümer beauftragten Leistungen betrafen die Kartierung und gartendenkmalpflegerische Bewertung des Baumbestands sowie die Erstellung eines Fällplans, um notwendige Lichtungsmaßnahmen durchführen zu können.

Gutsgarten Altenholtz-Stift

Die heutige Gutsanlage Altenholz-Stift geht auf den Meierhof Stift zurück, der um 1680 als Außenstelle des Gutes Seekamp an einem vorhandenen Teich im heutigen Altenholz-Stift bei Kiel angelegt wurde. Zu Ihren Besitzern zählten der dänische König Christian V.,
Familie Graf von Hahn, Familie von Reventlow sowie Familie Graf Schack. Mit dem Ausbau eines vorhandenen Inspektorhauses
zum Herrenhaus 1851 und der Pflanzung der „Stifter Allee“ 1876 setzte eine gartenkünstlerische Aufwertung des Anwesens ein, die in der Anlage eines in Resten bis heute bestehenden Parks südlich der Stifter Allee seit spätestens dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts
einen ersten Höhepunkt fand. Mit dem Bau eines neuen Pächterhauses am Westufer des Sees im Jahr 1880 wurde dabei auch der Grund für die bis heute bestehende west-östliche Ausrichtung des neuen Gutsgartens gelegt, mit der die Teichanlage ins städtebauliche Zentrum des Dorfes rückte.

Die Beauftragung durch den Eigentümer im Jahr 2016 umfasste eine gartenhistorische Recherche, Bestandsaufnahme und Kartierung der Gartenanlage.