Sommer 2020: Zuckerbrot und mehr…

Wie Hamburg seine Bürger formt. – Eine ungewöhnliche Parkführung durch die Hamburger Wallanlagen und „Planten un Blomen“

Bismarck huldigen im Alten Elbpark?
Staunen über den Hamburger Hafen am Stintfang?
Hat auch nach seiner Entfestigung noch Ecken und Kanten:
Hamburgs grüner Wallring
Dankbarkeit empfinden am Büsch-Denkmal in den Wallanlagen?
Anständig gekleidet sein am Alsterdamm?
Kanonen (li) und Philanthropendenkmal (re):
Zwei, die zusammengehören?

Die Hamburger Wallanlagen feiern Jubiläum:
Vor 400 Jahren mit enormen Aufwand errichtet vom Holländischen Festungsbaumeister Johan van Valckenberg, bewahrten sie der reichen Hansestadt im 30-jährigen Krieg und darüber hinaus ihren Frieden und damit auch ihren Wohlstand.

Vor 200 Jahren wurden die Wallanlagen militärisch nutzlos, und Hamburg ließ sie vom Bremer Kunstgärtner Isaak Altmann zu öffentlichen Grünanlagen umformen.

Eine Wohltat für die Bürger, die Entspannung an der gestalteten Natur und ästhetische Bildung ebenso sicherstellen sollte, wie gesellschaftliche Formung: die Bildungslandschaft Wallringpark war geboren.

Die 22 Festungsbastionen erhielten Bezeichnungen nach den Vornamen der damals amtierenden Ratsherren: „Johannis“, „Albertus“, „Casparus“ usw.

Zunächst auf den ehemaligen Bastionen, später auch im Umfeld des Wallringparks wurden Monumente und Gebäude von unterschiedlicher, aber immer staatlicher Bedeutung errichtet:
Justizpalast, Museum, Musikhalle, Bismarckstatue, Jugendherberge, Gefängnis, Fernsehturm, Tropenhaus u.v.a.

Anlässlich des Wallringpark-Jubiläums und im Auftrag des Bezirksamts Hamburg-Mitte werden wir in öffentlichen Führungen der offenen wie der subtilen Bürgerlenkung durch die Obrigkeit nachgehen: Sind die Wallanlagen bloß ein gut gepflegter Blumengarten, oder sollen die Besucher ganz nebenbei auch zu „anständigen“ Bürgerinnen und Bürgern erzogen werden? Ist die PR-Wirkung für Hamburg vielleicht entscheidend? Für wen sind die Anlagen eigentlich gemacht? Und wer nutzt sie tatsächlich?

Überraschungen sind garantiert, Genaue Termine werden noch bekannt gegeben.

Haftstrafe verbüßen am Holstenglacis?
Die Wahrzeichen der Stadt in sich aufnehmen am Hafentor?
Waren übrigens auch vor der Entfestigung schon grün:
Die Wallanlagen, hier am Millerntor
Betteln am Alsterdamm?
Hamburgs Tradition ehren im Hamburg-Museum?
Große Aussicht – enge Grenzen:
Der Stintfang um 1830